Escaping Heldenplatz (2023)

XR Performance | 2023

In seinem letzten Stück untersuchte Thomas Bernhard anhand der Geschichte einer jüdischen Familie in Wien das Ausmaß des Antisemitismus im Jahre 1988. Die Premiere am Burgtheater geriet bereits im Vorfeld zum größten Theaterskandal nach ‘45 und konnte aufgrund von Boykottaufrufen, körperlichen Angriffen und Morddrohungen nur unter Polizeischutz stattfinden.

In KGIs Interpretation von „Heldenplatz” begibt sich das Publikum auf eine Spurensuche des Skandals und des Antisemitismus von heute: Was geschieht, wenn wir den Blick in den Abgrund der Vergangenheit wagen?

Mittels VR-Brillen werden die Zuschauer:innen in einen Alptraum des Unbewussten versetzt, der versucht, hinter die polierten Fassaden des scheinbar unbeschädigten Kulturbetriebs zu blicken. Eine rauschhafte Odyssee zwischen VR und Theater, Schuld und Unbewusstem, Vergangenheit und Gegenwart beginnt. Die Performance wird durch eine installative Dokumentation ergänzt.

Pressestimmen:
“Es hat eine Verzahnung und Kontinuität, die atemberaubend ist.” - Dorothea Marcus, Deutschlandfunk Kultur, 9.11.23

“Selten war der Einsatz von Virtual Reality so sinnfällig und formal stringent: ein meisterhaft designter Blick in die metaphysische Gegenwärtigkeit von Geschichte, im Wortsinn raum- und zeitüberschreitend. (…) Eine kluge und begeisternde Arbeit, Jugendliche sollten das sehen.” - Dorothea Marcus, Theater Heute, Februar 2024

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Konzept, Regie, Künstlerische Leitung: Maria Vogt, Dominik Meder, Simon Kubisch

Kooperationspartner: Theater an der Ruhr, MIREVI

Gefördert durch: Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Kunststiftung NRW und Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen im Rahmen der Spitzenförderung und im Rahmen von NEUE WEGE in Zusammenarbeit mit dem NRW KULTUR-Sekretariat