Mutter zu werden kann Wunsch und Trauma zugleich sein. Die Transformation des schwangeren Körpers, die Geburt, das Verantwortungsgefühl und die Erziehungsaufgaben sind überwältigend. Zugleich verschiebt sich die gesellschaftliche Rolle der Frau sobald sie Mutter wird, sie muss ihre Identität neu verorten und bestimmen.
In „Die Spitze des Fleischbergs” richtet KGI seinen Fokus auf Frauen- und Mutterfiguren des NS. Welche ideologischen und gesellschaftlichen Koordinatensysteme beeinflussten und beeinflussen bis heute die Ausübung der Mutterschaft? Welche Rolle spielen dabei die Texte von Johanna Haarer, die während des Nationalsozialismus vielgelesene Erziehungsratgeber geschrieben hat?
Nehmen NS-Erziehungsmethoden unbewusst immer noch Einfluss auf die Wahrnehmung des weiblichen Körpers und die Vorstellung von Mutterschaft? Und wie können wir Frauen und die Gesellschaft uns davon befreien?


Konzept, Regie, Künstlerische Leitung: Maria Vogt, Emila Hagelgans
Kooperationspartner: Ringlokschuppen, Mülheim an der Ruhr
Gefördert durch: Kunststiftung NRW, Fonds Darstellende Künste, Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen im Rahmen der Spitzenförderung